| Äsculapnatter (Elaphe longissima), bis 1,8 m >Film Mit einer Länge von bis zu 1,80 Meter gehört die Äsculapnatter zu den größten Schlangen Mitteleuropas. Sie lebt an sonnigen Halden und in lichten Wäldern. Bei der ersten Wärme im Frühjahr kommt sie aus den Steinritzen. Sie liebt es auch, auf niedere Büsche und Sträucher zu klettern. Die Natter jagt gerne nach Mäusen, ihr Biss ist aber nicht giftig. Leider ist sie vom Aussterben bedroht. | |
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Ringelnatter (Natrix natrix), bis 1,1 m >Portrait Die Ringelnatter ist die häufigste Schlange in Mitteleuropa. Die Oberseite ist überwiegend einheitlich grau, olivgrau, bräunlich oder fast schwarz. Charakteristisch ist der gelbe Fleck in der Form wie ein Halbmond auf beiden Seiten des Nackens. Im Gegensatz zur Kreuzotter sind die Pupillen der Augen rund. Die Ringelnatter ist deutlich kleiner als die Barren-Ringelnatter, bei ihr fehlt das Barrenmuster. Man findet sie östlich des Rheins, besonders auch im Osten Deutschlands, in Osteuropa und in der Türkei. |
![]() | Barren-Ringelnatter (Natrix helvetica), bis 1,5 m Die Barren-Ringelnatter ist größer und erreicht bis eineinhalb Meter Länge, sie hat auf der Seite dunkle Schuppen, die ein barrenartiges Muster bilden. Sie kommt südlich und westlich des Rheins vor, also in der Schweiz, in West-Deutschland, in Frankreich und in den Benelux-Ländern. Auch in England und in Italien findet man sie. Junge Ringelnattern bevorzugen junge Grasfrösche, Kaulquappen und Molchlarven, ältere Tiere jagen auch Fische, erwachsene Grasfrösche, Erdkröten und Molche, sowie Mäuse. |
| Schlingnatter (Coronella austriaca), bis 0,9 m Die Schlingnatter erkennt man an der typischen Kopfzeichnung. Sie hat einen hufeisenförmigen Nackenfleck und eine vom Nasenloch über das Auge zum Hals verlaufende Binde. Schlingnattern kommen in fast ganz Europa vor. Die Schlange wehrt sich zwar bei Angriffen heftig, ihr Biss ist jedoch ungiftig. Sie ernährt sich von Eidechsen, Blindschleichen, kleineren Schlangen und Säugetieren. | |
| Spitzkopfnatter (Elaphe oxycephala), bis 2,3 m Die in Asien lebende Spitzkopfnatter ist eine ungiftige Kletterschlange und besitzt wie alle anderen Schlangen eine lange, zweigeteilte Zunge. Die Zungenspitzen führen dem in der Mundhöhle liegenden Jacobsonschen Sinnesorgan ständig Duftmoleküle zu. Die zweigeteilte Zunge ist für die Schlange bei der Fortbewegung und bei der Jagd von großer Bedeutung, denn nur so kann sie die Richtung genau einschätzen. | |
| Würfelnatter (Natrix tesselata), bis 1,5 m Die Würfelnatter erkennt man an dem typischen „Würfelmuster“ aus dunklen, längs angeordneten Flecken. Würfelnattern leben in Südosteuropa. Vereinzelte Vorkommen gibt es auch im Tessin. In Deutschland leben nur noch wenige Exemplare an Mosel, Nahe, Lahn oder Elbe. Würfelnattern lieben Wärme und finden sich in der Nähe größerer Gewässer. Sie tauchen ausgezeichnet. Die Schlange ist ungiftig, ihr Jagdverhalten ähnelt der Ringelnatter. |
| Grüne Mamba (Dendroaspis viridis), bis 2,7 m Mambas leben in den Bäumen und sind in Westafrika sehr gefürchtet, da ihr Biss auch beim Menschen schnell zum Tode führt. Das Tier ist glücklicherweise jedoch sehr scheu und meidet den Menschen. Die Giftnatter ist vor allem im Gezweig von Bäumen außerordentlich wendig und jagt dort ihre Beutetiere wie Vögel und baumlebende Amphibien. Noch gefährlicher ist die Schwarze Mamba (Dendroaspsis polylepis), die ihren Namen aufgrund der schwarzen Innenseite ihres Maules erhalten hat. | |
| Uräusschlange (Naja haje), bis 2,4 m Die zu den Kobras zählende und in Nord- und Zentralafrika lebende Uräusschlange zeigt auf dem Foto die typische Drohhaltung des gespreizten Nackenschildes, das auch „Haube“ genannt wird. Die Kobra kann blitzschnell zustoßen und ist recht beißlustig. Nach der Sage soll sich Kleopatra mit dem Gift einer Uräusschlange umgebracht haben. Tatsächlich ist ihr Gift aber nicht so wirksam, wie das der Königskobra. Die nachtaktive Uräusschlange stellt Kleinsäugern, Vögeln, anderen Reptilien und Kröten nach. | |
![]() | Königskobra (Ophiophagus hannah), bis 5,5 m Die Königskobra ist die größte Giftschlange der Welt. Sie lebt in den Wäldern und im offenen Grasland Süd- und Südostasiens. Die Farbe variiert von hellbraun über olivbraun bis nach schwarz. Auch sie kann sich aufrichten, zischen und das Nackenschild zur Abschreckung spreizen. Sie hat ein hochwirksames Nervengift, das die Beute lähmt. Zur Beute zählen andere Schlangen und Echsen. Sie ist die einzige Schlange der Welt, die Bodennester für ihre Eier baut. |
![]() | Gelblippen-Seeschlange (Laticauda colubrina), bis 1,5 m Die Gelblippen-Seeschlange wird auch Nattern-Plattschwanz genannt. Die schwarz gebänderte Seeschlange mit ihrer gelben Schnauze lebt an den Küsten und Korallenriffen in Sri Lanka und Südostasien. Sie besitzt einen seitlich abgeflachten Ruderschwanz. Sie zählt zu den giftigsten Seeschlangen überhaupt. Beute wie aalartige Fische werden durch den Biss sofort gelähmt. Die Eiablage erfolgt am Strand. |
![]() | Plättchenseeschlange (Hydrophis platurus), 1 m Alle Seeschlangen gehören zur Familie der Giftnattern. Die Plättchenseeschlange ist im Indischen und im Pazifischen Ozean weit verbreitet. Die seitliche abgeplattete Seeschlange ist oben schwarz und unten gelb gefärbt, sie hat einen verbreiterten, abgeflachten Ruderschwanz. Auch sie tötet mit einem Nervengift andere Fische, um sie zu fressen. Sie lässt sich passiv mit Meeresströmungen treiben und kommt nur selten an Land, da sie sich dort kaum bewegen kann. Das Weibchen trägt Eier, die Jungen werden nach dem Schlüpfen ins Meer entlassen. |
| Aspisviper (Vipera Aspis), bis 0,85 m Die Aspisviper ist in Südeuropa, im Schwarzwald, im Jura und in den Alpen zu finden. Sie ähnelt der Kreuzotter. Die Männchen haben ein Zickzackband auf dem Rücken, während die Weibchen unscheinbarer gefärbt sind. Aspisvipern leben an sonnigen und steilen Hängen. Der Biss der Giftschlange ist meist nicht lebensbedrohlich, es kann aber zu Schwellungen, Lähmungen und in seltenen Fällen zu Übelkeit, Erbrechen, Herzklopfen und Schwindelanfällen kommen. | |
| Kreuzotter (Vipera berus ), bis 80 cm >Portrait Die Kreuzotter unterscheidet sich von der Ringelnatter durch das dunkle Zickzackband auf dem Rücken und die senkrechten, schlitzförmigen Pupillen. Auf dem Hinterkopf befindet sich eine V-förmige Zeichnung, die mit der Spitze nach vorne zeigt. Die Kreuzotter lebt in Mittel- und Nordeuropa bis weit nach Asien hinein. Die Giftschlange jagt außer nach Mäusen auch nach Lurchen, Eidechsen, Blindschleichen und jungen Vögeln. | |
| Nordamerikanischer Kupferkopf (Agkistrodon contortrix), bis 1 m Der Nordamerikanische Kupferkopf ist an den rotbraunen oder zimtfarbenen Querbinden zu erkennen. Kupferköpfe tauchen oft an Waldrändern in Arkansas auf. Im Südosten der USA kommen die meisten Schlangenbisse auf das Konto der Kupferköpfe. Glücklicherweise enden jedoch nur wenige tödlich, da sie nicht so giftig wirken, wie die der Klapperschlangen. | |
| Diamant-Klapperschlange (Crotalus adamanteus), bis 2,5 m Die Diamant-Klapperschlange ist die größte aller Klapperschlangen. Sie kommt im Südosten der USA vor und gehört zu den gefährlichsten Giftschlangen, da sie bei einem Biss sehr viel Gift injiziert. Erwachsene Tiere fressen selbst Kaninchen. Jungtiere machen sich direkt nach dem Schlüpfen über kleinere Vögel her. | |
| Texas-Klapperschlange (Crotalus atrox), bis 2,2 m Die Texas-Klapperschlange ist wie die Diamantklapperschlange sehr gefürchtet. Fühlt sie sich bedroht, hält sie den Körper in einer aufsteigenden Spirale aufrecht, um dann blitzschnell zuzustoßen. Die meisten Todesfälle durch Schlangenbisse in der USA gehen auf ihr Konto. | |
| Uracoan-Klapperschlange (Crotalus vegrandis), bis 2,5 m Die Uracoan-Klapperschlange kommt in Ost-Venezuela vor. Die senkrechte Pupille und die überstehenden Augenschilder verleihen den Klapperschlangen einen „finsteren Blick“. Sie lieben trockene, steinige Gebiete mit viel Gestrüpp, wo sie sich gerne in Felsnischen verstecken. Ihre Nahrung besteht überwiegend aus Säugetieren, wobei die Mäuse den größten Anteil ausmachen. Klapperschlangen bringen ihre Jungen lebend zur Welt. | |
| Bei den Klapperschlangen ist die Schwanzspitze zu einem Warnsystem umgewandelt. Die Schuppen der Haut sind verdickt und bilden ineinandergreifende Segmente, die beim Zittern des Schwanzes aneinander schlagen. Damit warnt die Schlange große Säugetiere, die auf Wiesen weiden und mit ihr den Lebensraum teilen, damit sie selbst nicht zertrampelt wird. | |
| Die Klapperschlangen besitzen zwischen Auge und Nasenloch eine Öffnung, in der das Grubenorgan untergebracht ist. Die Grube ist von einer dünnen Membran überspannt, hinter der sich eine luftgefüllte Kammer befindet. In der Membran sitzen Nervenzellen, die geringste Temperaturunterschiede zwischen der Außentemperatur und der Temperatur in der Luftkammer wahrnehmen können. So erkennt die Schlange bereits geringste Temperaturunterschiede von 0,01 °C und kann in der Nacht praktisch sehen. Durch das Vorhandensein von zwei Grubenorganen kann die Schlange die Richtung des wärmeabstrahlenden Beutetiers orten. | |
| Weißlippen-Bambusotter (Trimeresurus albolabris), bis 1 m Die nachtaktive Weißlippen-Bambusotter lebt in den Buschwäldern des Tieflands, das Verbreitungsgebiet reicht von Indien bis nach Thailand und China. Die leuchtend grüne Schlange hat einen länglich-ovalen Kopf. Sie ernährt sich von Baumfröschen, Geckos, Jungvögeln und Mäusen. Das Gift setzt die Blutgerinnungsfähigkeit herab. Die Giftschlange ist aber nicht sehr angriffslustig, so dass Bisse beim Menschen nur selten vorkommen. Sie bringt etwa zwölf Junge zur Welt und wird in Terrarien und Zoos gerne gezüchtet. |