Afrikanischer Wildhund
Lycaon pictus Temminck
bis 100 cm, max. 36 kg
Familie Hunde  Canidae

Klasse, Ordnung

Säuger, Raubtiere.

Englisch: African hunting dog.
Französisch: Chien sauvage.

Lebensraum
Savannen und Steppen; Afrika südlich der Sahara.

Nahrung
Antilopen, Gazellen, Hasen und Kleintiere.

Afrikanischer WildhundLupeAfrikanischer Wildhund.
Afrikanischer WildhundLupeRudel.
Kurzportrait
Gefährdung
Beobachten
Infokarte
Grafik
Beschreibung
Kurzportrait

Afrikanische Wildhunde tragen ein dunkles Fell mit heller Schwanzspitze. Das Fell ist von gelben oder hellen Flecken durchsetzt. Die Ohren sind groß und rundlich. Diese Hundeart lebt in Rudeln von bis zu zehn Tieren in den Savannen Afrikas südlich der Sahara. Die Rangordnung ist nicht so deutlich ausgeprägt wie bei den Wölfen. An der Hetzjagd beteiligt sich das ganze Rudel. Gejagt werden Antilopen und Gazellen, gelegentlich auch Hasen oder andere Kleintiere. Die Tiere verfügen über eine außergewöhnliche Ausdauer und können ihre Beute durch lange Verfolgungsjagden erschöpfen. Innerhalb des Rudels herrscht ein stark ausgeprägter Zusammenhalt, verletzte oder geschwächte Tiere werden von den anderen versorgt. Die Fortpflanzung liegt hauptsächlich beim ranghöchsten Weibchen, das bis zu zehn Welpen in einer Wurfhöhle zur Welt bringt.


Gefährdung

Die Bestände des Afrikanischen Wildhundes sind stark zurückgegangen und die Art gilt als gefährdet. Lebensraumverlust durch Landwirtschaft, Konflikte mit Viehhaltern und eingeschleppte Krankheiten stellen große Gefahren dar. Schutzprojekte, großflächige Schutzgebiete und die Aufklärung der lokalen Bevölkerung sind für das Überleben der Art entscheidend.

© Thomas Seilnacht / Handbuch / Lizenz / Impressum / KI-Erklärung / Datenschutz / Literaturquellen