Kurzportrait
Der Gepard ist der schnellste Läufer unter den Landsäugetieren. Er erreicht kurzzeitig bis zu 120 Stundenkilometer. Ein schlanker, leichter Körper, sehr lange Beine und eine extrem flexible Wirbelsäule ermöglichen enorme Schrittlängen. Vergrößerte Nasenhöhlen, ein großes Herz und eine leistungsfähige Lunge versorgen die Muskulatur während der kurzen Sprints mit Sauerstoff. Die halb einziehbaren Krallen geben zusätzlichen Halt, und der lange, muskulöse Schwanz dient als Ruder für Balance und schnelle Richtungswechsel. Typisch sind die schwarzen Tränenstreifen von den Augen zu den Mundwinkeln, die Blendeffekte der Sonne mindern.
Im Gegensatz zu den Löwen und Leoparden jagen die Geparden am Tag: Eine Gazellenherde wird zunächst im Trab angepirscht. Sobald ein schwächeres Tier ausgemacht ist, erfolgt der Angriff mit voller Geschwindigkeit. Die fliehende Gazelle wird mit einem Prankenhieb zu Fall gebracht. Dann erstickt der Räuber die Beute mit einem länger zupackenden Biss in die Kehle. Das Männchen und das Weibchen sind nur zur Paarung zusammen, danach trennen sich die Weg wieder. Die Jungtiere kommen in einem Bau zur Welt. Nach einer Tragzeit von rund drei Monaten kommen im Schnitt fünf Junge zur Welt, er können aber auch bis zu acht sein. Sie tragen in den ersten drei Monaten eine silbrige Nackenmähne, die zur Tarnung dient. Die durchschnittliche Lebenserwartung beträgt in freier Wildbahn etwa zehn Jahre, einzelne Tiere erreichen auch 15 Jahre.
Gefährdung
Der Gepard ist durch Lebensraumverlust, Beutetiermangel und Konflikte mit der Viehhaltung gefährdet. Zusätzlich setzen Wilderei und illegaler Jungtierhandel lokalen Beständen zu. Schutzgebiete, vernetzte Wanderkorridore und Herdenschutzmaßnahmen sind entscheidend für den Erhalt der Art.

