Kurzportrait
Der in Teilen Afrikas und Asiens lebende Leopard ist an seiner typischen Fleckenzeichnung zu erkennen. Er ist kleiner als der ähnlich gezeichnete und in Mittel- und Südamerika lebende Jaguar. Die Fleckenringe sind je nach Region unterschiedlich ausgeprägt, sie tarnen die Großkatze im kontrastreichen Licht der Vegetation. Der Einzelgänger jagt vorwiegend in der Dämmerung oder in der Nacht, die Beute wird aus der Deckung heraus angeschlichen. Oft schleppt er die schwere Beute auf Bäume, wo er sie sicher vor Aasfressern wie Hyänen verzehren kann.
Die rollige Leopardin lockt das Männchen mit Duftmarken und Kratzspuren am Boden und an den Bäumen an. Manchmal wälzt sie sich dann in den Harn-Duftmarken des Männchens, sie „rollt“ sich darin hin und her. Sie duldet ein Männchen nur eine Woche lang in ihrem Revier, solange sie zur Paarung bereit ist. In dieser Zeit unternimmt das Paar auch gemeinsame Jagdausflüge. Danach muss das Männchen wieder gehen. Nach drei Monaten Tragzeit kommen meist zwei Junge zur Welt, die ihre Jagdfähigkeiten in Begleitung der Mutter erlernen und erst später selbstständig werden. In freier Wildbahn beträgt die Lebenserwartung etwa 12 bis 15 Jahre.
Gefährdung
Obwohl der Leopard eine weltweit geschützte Tierart ist, wird er leider immer wieder aufgrund seines begehrten Fells vom Menschen gejagt. Bedrohungen ergeben sich auch aus dem Lebensraumverlust und bei Konflikten mit Viehwirten. In manchen Regionen führt der Beutemangel zu verstärkter Konkurrenz mit anderen Raubtieren. Zur Erhaltung der Art müssen Schutzkorridore angelegt und wirksame Maßnahmen gegen die illegale Jagd durchgesetzt werden. Auch die Aufklärung in Siedlungsgebieten ist von Bedeutung.

