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Weißstorch
Lateinisch: Ciconia ciconia 
Englisch: White Stork 
Französisch: Cigogne blanche 
 
Klasse: Vögel 
Ordnung: Störche 
Familie: Störche

Größe: bis 110 cm 
Lebensraum: Feuchtwiesen, Gebäude
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Der Weißstorch ist ein überwiegend weißer Vogel, lediglich die äußeren Teile der Flügel sind schwarz gefärbt. Auffällig sind auch der leuchtend rote Schnabel und die langen, roten Beine. Im Gegensatz zum etwas kleineren Schwarzstorch klappert der Weißstorch intensiv mit dem Schnabel. Das Weibchen ist etwas kleiner, lässt sich aber ansonsten vom Männchen äußerlich kaum unterscheiden. Das Männchen erreicht ein Gewicht von bis zu fünf Kilogramm und eine Flügelspannweite von 2,20 Meter.
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Weißstorch im Flug, beim Brüten im Nest und beim Klappern
Weißstörche lieben feuchte Wiesen und bauen ihre Nester bevorzugt auf Dächern, Kirchtürmen, alten Fabrikschornsteinen oder Leitungsmasten. Gerne nehmen sie auch ein altes, quer befestigtes Wagenrad als Nestunterlage an. Das Nest ist ein großer Bau aus Stöcken und Zweigen, der mit Erde, Gras und Dung befestigt und innen mit Moos und Gras ausgepolstert sind. Weißstörche ernähren sich von kleinen Säugern, Fröschen, Insekten und Schlangen, selten wird auch Aas angenommen. Das Klappern dient zur Begrüßung, es ist aber auch Bestandteil des Balzrituals. Storchenpaare bleiben normalerweise ein Leben lang zusammen und brüten regelmäßig im gleichen Nest. Pro Jahr findet nur eine Brut statt, das Weibchen legt drei bis vier weißliche Eier. Nach dem Schlüpfen der jungen Störche verbleiben diese zwei Monate im Nest. Beim Füttern würgen die Eltern Nahrung heraus und legen sie auf den Nestboden. Sobald die Jungen fliegen können werden sie noch einige Zeit von den Eltern geführt. Im Winter ziehen die Weißstörche in die Tropengebiete Afrikas und nicht selten erreichen sie dabei sogar die Südspitze dieses Kontinents. Mit einer Flugstrecke von bis zu 30000 Kilometern gehören sie damit zu den am weitesten ziehenden Vögeln überhaupt.
Copyright: Thomas Seilnacht