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Schwarzstorch
Lateinisch: Ciconia nigra
Englisch: Black Stork 
Französisch: Cigogne noire 
 
Klasse: Vögel 
Ordnung: Störche 
Familie: Störche

Größe: bis 100 cm 
Lebensraum: Feuchtwiesen, Moore, Wälder
Im Vergleich zu einem Weißstorch erscheint der Schwarzstorch kleiner. Das dunkle Gefieder am Kopf, am Hals, an der oberen Bust und auf der Oberseite zeigt am Sonnenlicht ein metallisches, kupferfarbenes Schimmern, das auch Purpur- und Grüntöne enthalten kann. Das Schimmern ist beim Männchen stärker ausgeprägt als beim Weibchen oder bei jungen Störchen. Die Haut um die Augen und am Schnabelansatz leuchten beim erwachsenen Vogel rot. Das Stimmrepertoire ist vielfältiger im Vergleich zum Weißstorch. Der Schwarzstorch beherrscht auch flötende Laute und zahlreiche Rufe zur Kontaktaufnahme. Insgesamt klappert er mit dem Schnabel auch nicht so häufig.
Schwarzstörche treten überwiegend als Einzelgänger auf. Sie gesellen sich zwar zu den Weißstörchen, aber nie halten sich größere Trupps mit Schwarzstörchen zusammen auf. Die Nahrung besteht aus Fischen, Amphibien und Wirbellosen. Der Horst wird hoch oben in alten Baumkronen gebaut. Bevorzugt werden ruhige Laub- und Mischwälder, fernab von menschlichen Siedlungen. Im südlichen Europa findet man das Nest auch in felsigem Gelände. Gesicherte Brutbestände gibt es in Deutschland beispielsweise in Rheinland-Pfalz und in Nordrhein-Westfalen. In der Schweiz kommen Schwarzstörche nur als Durchzieher vor. Im Winter ziehen sie wie die Weißstörche nach Afrika.
Copyright: Thomas Seilnacht