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Säbelschnäbler
Lateinisch: Recurvirostra avosetta 
Englisch: Avocet 
Französisch: Avocette élégante 
 
Klasse: Vögel 
Ordnung: Wat-, Alken- und Möwenvögel 
Familie: Säbelschnäblerverwandte

Größe: bis 45 cm 
Lebensraum: Sandstrände, Feuchtgebiete
Der Säbelschnäbler hat einen aufwärts gebogenen, relativ dünnen Schnabel. Er ist auch leicht an dem schwarz-weißen Muster und den langen, bläulich gefärbten Beinen zu erkennen. Im Flug fallen die schwarzen Flügelbinden auf den Flügeln auf. Weibchen und Männchen sind sehr ähnlich gefärbt, beim Männchen ist der Schnabel etwas länger und nicht ganz so stark aufwärts gekrümmt. Der Ruf ist ein flötendes "Kluit".
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Säbelschnäbler im Flug, bei der Nahrungssuche und beim Brüten
Säbelschnäbler kommen oft in Gesellschaft mit Flamingos vor, wo sie das salzhaltige Wasser der Salinen bevorugen. Beim Waten durchs seichte Wasser durchsieben sie mit dem aufwärts gekrümmten Schnabel das Wasser. Dabei wenden sie den Kopf wie eine Sense hin und her. So erbeuten sie kleine Krebse, Würmer und Insektenlarven. Außerhalb der Brutzeit bilden sie Kolonien von bis zu 30 Vögeln, aber auch beim Brüten sind sie sehr gesellig. Vor der Paarung stehen sich die Paare gegenüber und veranstalten eine Zeremonie. Für die Brut bauen die Paare ein flaches, mit wenig Gras ausgelegtes Bodennest, in das meistens vier Eier gelegt werden. Bei Gefahr wird das Nest schimpfend verteidigt. Nach dem Schlüpfen aus den Eiern verlassen die jungen Säbelschnäbler sofort ihr Nest. Die Nestflüchter können schon direkt danach selbständig fressen. Sie werden von den Eltern herumgeführt und bei Gefahr verteidigt. Die Jungvögel haben ein Dunenkleid mit bräunlichen Flecken und sind hervorragend getarnt. Die Säbelschnäbler Südeuropas sind eher Standvögel, während die nördlichen Populationen weiter in den Süden ziehen.
Copyright: Thomas Seilnacht