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Rotschenkel
Lateinisch: Tringa totanus 
Englisch: Redshank 
Französisch: Chevalier gambette 
  
Klasse: Vögel 
Ordnung: Wat-, Alken- und Möwenvögel 
Familie: Schnepfenverwandte

Größe: bis 29 cm 
Lebensraum: Moor, Salzwiese
Im Gegensatz zum Grünschenkel hat der Rotschenkel leuchtend rote Beine und einen roten Schnabel, der zur Spitze hin dunkler wird. Auch ist das Gefieder brauner gefärbt. Der Ruf ist ein flötendes "Djü-dü-dü". Das Revier wird energisch mit einem lauten "Tjiktjiktjik" verteidigt. Im Flug ist auf der Flügelunterseite ein weißer Flügelrand zu erkennen.

Rotschenkel leben vor allem in Nordeuropa, in Norddeutschland brüten sie in großer Zahl auf den Salzwiesen. Sie beanspruchen relativ kleine Reviere, daher sind sie ständig zu Revierverteidgung auf der Hut. In Island sitzen sie gerne auf den Straßen, um Autos zu verjagen; das wird vielen Vögeln zum Verhängnis. Aber auch sonst wo ein großer Bestand vorkommt wird man ständig von den Vögeln beschimpft. Bei der Balz vollführt das Männchen einen Singflug oder es findet eine Verfolgungsjagd am Boden statt. Irgendwann schlägt das Männchen dann mit den Flügeln, bevor es das Weibchen begattet. Das Nest wird am Boden gebaut, die Eier werden abwechselnd von den Eltern bebrütet. Während der Brut finden sich die Rotschenkel vor allem an den Küsten und an Flussmündungen, außerhalb der Brutzeit gehen sie auch ins Binnenland. In den Mündungszonen der Flüsse picken sie nach dem Krebs Corophium volutator. Ein Rotschenkel kann pro Tag 50000 dieser Krebse vertilgen. Daneben stehen auch Ringelwürmer und Schnecken auf dem Speiseplan.
Copyright: Thomas Seilnacht