Die Moorente ist eine kleine Tauchente mit kastanienbraunem Gefieder, weißem Bauch und auffällig weißen Augen. Das Männchen ist im Prachtkleid kräftiger rotbraun gefärbt, beide Geschlechter haben weiße Augen und zeigen am unteren Bauch und am Hinterteil eine weiße Stelle. Der Schnabel ist dunkelgrau, die Beine sind grau. Im Flug sind die weißen Flügelunterseiten sichtbar. Im Vergleich zu einem Weibchen der
Reiherente ist die Moorente brauner und hat keine Schopffedern. Der Ruf der Moorente ist leise und unauffällig, die Männchen geben in der Balz ein gedämpftes Pfeifen von sich. Die Flügelspannweite beträgt 60 bis 67 Zentimeter, das Gewicht 500 bis 800 Gramm.
Moorenten umkreisen sich bei der Balz,
Paarung und junges Moorenten-Küken
Moorenten leben gerne an sehr nährstoffreichen, kleineren Seen und Tümpeln mit einem ausgeprägten Bewuchs an Schwimm- und Uferpflanzen. Während der Balz umkreisen sich die Paare ausgiebig, erst dann darf sich das Männchen mit dem Weibchen paaren. Das Nest liegt gut versteckt nahe beim Wasser in einer mit Daunen gepolsterten Mulde. Das Gelege besteht meist aus acht bis zehn Eiern. Beide Eltern beteiligen sich an der Brut und führen die Jungen. Nach einer Brutdauer von etwa dreieinhalb Wochen schlüpfen die jungen Küken, die dann als Nestflüchter schon bald mit großer Leidenschaft tauchen.
Ihre Nahrung erwerben die Moorenten auf der Wasseroberfläche oder durch Gründeln, in dem sie den Kopf unter Wasser stecken und dabei nach vorne kippen. Sie suchen Blätter, Stängel und Samen der Wasserpflanzen. Auch Weichtiere, Krebse, Insektenlarven und selbst kleine Fische werden gefressen. Die Moorenten bleiben beim Abtauchen bis zu einer Minute unter Wasser. Natürliche Feinde sind Raubvögel, Reiher und Säuger wie der Fuchs. Bedrohungen entstehen durch Lebensraumverlust, Trockenlegung von Feuchtgebieten, Gewässerverschmutzung und Jagd. In Europa gilt die Art als gefährdet, in Deutschland ist sie sogar vom Aussterben bedroht. Durch gezielte Schutzmaßnahmen hat sich der Bestand in einigen Gebieten Europas stabilisiert