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Lachmöwe
Lateinisch: Larus ridibundus 
Englisch: Black-headed Gull 
Französisch: Mouette rieuse 
  
Klasse: Vögel 
Ordnung: Wat-, Alken- und Möwenvögel 
Familie: Möwen

Größe: bis 38 cm 
Lebensraum: Binnenland und Küste
Der dunkelbraune Kopf, der dunkelrote Schnabel und die roten Beine sind typische Merkmale einer Lachmöwe im Brutkleid. Sie ist größer als die ähnliche Zwergmöwe, die Kopfhaube reicht nicht bis zum Nacken. Im Schlichtkleid fehlt die dunkle Färbung am Kopf, nur hinter dem Ohr befindet sich ein dunkler Fleck und das Ende des Schnabels ist dunkel gefärbt. Die Lachmöwe ist sehr ruffreudig, in Brutkolonien stimmt sie manchmal ein ohrenbetäubendes Geschrei an.
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Lachmöwen bei der Paarung und beim Nestbau
Lachmöwen sind in ganz Europa verbreitet, man findet sie an der Küste und häufig auch im Binnenland. Zum Brüten benötigen sie geschützte, flache Gewässer. Denn nur dort finden sie ihre Lieblingsnahrung: Sie fliegen im Tiefflug und fangen Insektenlarven und Käfer von der Wasseroberfläche. Doch sie sind nicht so wählerisch: An Land picken sie auch gerne nach Insekten und Würmern am Boden oder sie pflücken Beeren von den Sträuchern. Lachmöwen brüten in großen Kolonien, die aus bis zu tausend Paaren bestehen können. Beim Balzritual zeigen sich die Männchen mit gesenktem Körper gegenseitig die dunkelbraune Kopfhaube oder sie veranstalten einen Jagdflug, bei dem ein Männchen versucht, über einem anderen in der Luft stehen zu bleiben und dann dabei zu rufen. Der Nistplatz wird vom Weibchen ausgesucht. Es ist ein aus Pflanzenmaterial gebauter Haufen, in den es drei olivgrüne, braun gefleckte Eier legt. Die Jungen werden etwa sechs Wochen lang von den Eltern gepflegt. Im Winter ziehen die Küstenbrüter ins Binnenland, wo man sie dann in Parkanlagen oder auf Äckern in großer Zahl antrifft. Die Brüter vom Binnenland gehen in die entgegengesetzte Richtung und suchen an der Küste nach Nahrung zum Überleben.
Copyright: Thomas Seilnacht