Segler

Die Seglervögel Apodiformes ist eine Ordnung, zu denen die Familien der Segler, der Baumsegler, der Kolibris und der Höhlenschwalme zählen. In Europa kommen nur drei Arten aus der Familie der Segler vor: Der überall anzutreffende Mauersegler und der etwas größere Alpensegler, der in den Alpen und vor allem in Südeuropa vorkommt. Der Fahlsegler ist eine Art, die in Europa nur im Mittelmeerraum auftritt. Die Segler sind die am besten der Luft angepassten Vögel der Erde. Sie fangen ihre Nahrung im Flug, hauptsächlich fliegende Insekten und auch Spinnen, die an einem Faden hängen. Sie fliegen ohne Unterbrechung und schlafen sogar dabei. Im Vergleich zu einer Schwalbe erscheint das Flugbild des Seglers eher sichelförmig. Der Seglerflügel hat einen sehr langen und ausgeprägten Handknochen. Durch seine Stromlinienform kann ein Segler bis zu 150 Stundenkilometer schnell fliegen.


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Mauersegler Apus apus im Flug


Der Mauersegler wird bis zu 18 Zentimeter lang, die Flügelspannweite beträgt um die 40 Zentimeter. Das Gefieder erscheint dunkelgrau, nur die Kehle ist hell. Das Weibchen ruft im Flug ein lautes „Sriih“, das Männchen ein etwas tieferes „Riih“. Anfang Mai kehren die Mauersegler aus ihrem im südlichen Afrika liegenden Winterquartier nach Mitteleuropa zurück und brüten überwiegend in den Siedlungen des Menschen. Das Nistmaterial sammeln sie in der Luft aus hochgewirbelten Blättern, Federn oder Halmen. Die Paarung findet teilweise in der Luft statt oder auf dem Nest. Sie bauen ein schalenförmiges Nest in Dachnischen. Nur einige wenige Individuen brüten in verlassenen Spechthöhlen in Bäumen. Mauersegler sitzen nur zum Brüten ab, dies wird von beiden Elternteilen abwechselnd vorgenommen.


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Alpensegler Apus melba mit gefülltem Kehlsack


Der Alpensegler ist deutlich größer als der Mauersegler. Er erreicht eine Körperlänge von bis zu 24 Zentimeter und eine Flügelspannweite von bis zu 58 Zentimeter. Er hat eine weiße Kehle und einen weißen Bauch. Im Flug ist das dunkle Brustband deutlich sichtbar. Alpensegler rufen mit einem langen Trillern. Ein Teil der Vorkommen brütet in Felsspalten als Koloniebrüter. Gerne werden aber auch Nistkästen unter den Dächern in den Städten angenommen. Die Alpensegler in der Schweiz brüten ab Mitte April. Dazu sammeln sie in der Luft fliegendes Material, das sie mit ihrem Speichel zu einem Schalennest verkleben. Wie alle Segler haben die Alpensegler einen Kehlsack, in dem Nahrung und Nistmaterial gesammelt werden.


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Fahlsegler Apus pallidus


Der Fahlsegler ist in etwa so groß wie ein Mauersegler. Auch er hat einen kurz gegabelten Schwanz. Das Gefieder erscheint im Flugbild auf der Unterseite im Vergleich zum Mauersegler brauner und vor allem an den Flügeln etwas heller, es ist leicht geschuppt, der Kehlsack ist ebenfalls weiß. Diese Art brütet an den Küsten und auf den Inseln des Mittelmeers an Felswänden oder Gebäuden. Im Schweizer Kanton Tessin lebt eine kleine Population. Nur selten gelangt der wärmeliebende Vogel über die Alpen nach Mitteleuropa. Der Zugvogel fliegt im Winter bis nach Zentral- oder Südafrika.
 
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