Neunbinden-Gürteltier
Dasypus novemcinctus Linnaeus
bis 90 cm (mit Schwanz), max. 6 kg
Familie Gürteltiere  Dasypodidae

Klasse, Ordnung

Säuger, Gepanzerte Nebengelenktiere.

Englisch: Nine-banded Armadillo.
Französisch: Tatou à neuf bandes.

Lebensraum
Offene Wälder, Buschland, Savannen und Kulturlandschaften; Süden der USA bis Nordargentinien.

Nahrung
Bodenbewohner: Insekten und andere Wirbellose, Larven, Würmer; auch kleine Wirbeltiere, Aas und Früchte.

Neunbinden-GürteltierLupeNeunbinden-Gürteltier von der Seite.
Neunbinden-GürteltierLupeVor dem Bau.
Kurzportrait
Gefährdung
Beschreibung
Kurzportrait

Das Neunbinden-Gürteltier ist die bekannteste Gürteltierart. Es besitzt einen auffälligen Panzer aus hornigen Schuppenplatten, die auf Knochenplatten sitzen. Der Panzer gliedert sich in ein festes Schulter- und Beckenschild sowie in mehrere bewegliche Bänder am Rücken (meist neun). Der Kopf ist langgestreckt mit schmaler Schnauze, die Beine sind kurz und mit starken Krallen zum Graben ausgestattet. Das graubraune Erscheinungsbild und die schuppenbedeckte Schwanzhaut sind typisch.

Die nachtaktiven Einzelgänger durchstreifen ihr Revier auf der Suche nach Insekten und anderen Wirbellosen, die sie mit der langen, klebrigen Zunge aufnehmen. Bei Gefahr flüchten sie in ihren Bau oder graben sich blitzschnell ein. Sie können auch gut schwimmen und Gewässer durchqueren. Speziell ist die Fortpflanzung: Bei der Paarung liegt das Weibchen auf dem Rücken. Aus einer befruchteten Eizelle entstehen stets vier genetisch identische Vierlinge, die nach einer Keimruhe nahezu gleichzeitig geboren werden. Die Jungen folgen der Mutter und werden mehrere Monate gesäugt.


Gefährdung

Diese Gürteltierart gilt insgesamt als nicht gefährdet. Lokal können Straßenverkehr, Jagd und Lebensraumveränderungen die Bestände beeinträchtigen. In Teilen Nordamerikas breitet sie sich weiter aus. Zu den Schutzmaßnahmen zählen die Sicherung des Lebensraumes und die Aufklärung der Bevölkerung, wie man mit Wildtieren umgeht.

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