Koala
Phascolarctos cinereus Goldfuss
bis 85 cm, max. 15 kg
Familie Koalas  Phascolarctidae

Klasse, Ordnung

Säuger, Diprotodontia.

Englisch: Koala.
Französisch: Koala.

Lebensraum
Eukalyptuswälder und -gehölze im östlichen Australien (Queensland, New South Wales, Victoria, Südaustralien).

Nahrung
Eukalyptusblätter (spezialisierter Blattfresser); gelegentlich junge Triebe und Rinde.

KoalaLupeKoala frisst Eukalyptusblätter.
KoalaLupeKoalaportrait.
Kurzportrait
Gefährdung
Beschreibung
Kurzportrait

Der Koala ist ein baumbewohnendes Beuteltier des östlichen Australiens und zählt zu den bekanntesten Symboltieren des Kontinents. Sein gedrungener Körper ist mit dichtem, wolligem Fell bedeckt, das je nach Region von hellgrau bis dunkelbraun gefärbt sein kann. Auffällig sind die großen, runden, stark behaarten Ohren und die schwarze, unbehaarte Nase. Die kräftigen Gliedmaßen enden in fünffingerigen Pfoten mit scharfen Krallen und rauen Ballenflächen, wodurch der Koala hervorragend klettern kann. An den Vorderpfoten sind zwei Finger den übrigen gegenübergestellt – eine Anpassung, die das Greifen von Ästen erleichtert.

Koalas leben überwiegend auf Bäumen und ruhen bis zu zwanzig Stunden am Tag in Astgabeln. Sie sind hoch spezialisierte Pflanzenfresser, die fast ausschließlich die Blätter bestimmter Eukalyptusarten aufnehmen. Diese Blätter sind nährstoffarm und enthalten ätherische Öle, die für viele andere Tiere giftig wirken. Der Koala verfügt über einen stark verlängerten Blinddarm und eine angepasste Darmflora, die bei der Verdauung der Blätter und bei der Entgiftung hilft. Der Flüssigkeitsbedarf wird größtenteils über die Nahrung gedeckt.

Zur Fortpflanzung treffen sich die sonst einzelgängerischen Tiere während der Paarungszeit. Nach einer Tragzeit von etwa 35 Tagen wird in der Regel ein einzelnes, nur rund zwei Zentimeter großes Jungtier geboren. Es kriecht selbstständig in den nach unten öffnenden Beutel der Mutter, heftet sich an eine Zitze und bleibt dort ungefähr sechs bis sieben Monate. Danach reitet es weitere Monate auf dem Rücken der Mutter, bis es selbständig wird. Männchen verfügen über eine Duftdrüse an der Brust, mit der sie Reviere markieren. Sie stoßen auch tiefe, bellende Rufe aus, die über weite Entfernungen hörbar sind. Die Lebenserwartung in freier Wildbahn beträgt 10 bis 15 Jahre; in menschlicher Obhut sind bis zu 18 Jahre möglich.


Gefährdung

Koalas sind in Teilen ihres Verbreitungsgebietes gefährdet. Als Bedrohung gelten Lebensraumverlust, Straßenverkehr, Hundebisse, Buschfeuer und Infektionskrankheiten. Schutzmaßnahmen umfassen den Erhalt von Eukalyptuswäldern und die Vernetzung von Lebensräumen durch das Anlegen von Wildtierkorridoren.

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