Großer Panda
Ailuropoda melanoleuca David
bis 1,5 m, max. 160 kg
Familie Bären  Ursidae

Klasse, Ordnung

Säuger, Raubtiere.

Englisch: Giant Panda.
Französisch: Panda géant.

Lebensraum
Bergwälder mit dichtem Bambusunterwuchs in Zentralchina (Sichuan, Shaanxi, Gansu).

Nahrung
Vorwiegend Bambus (Halme, Blätter, Sprosse); gelegentlich weitere Pflanzen, Aas oder kleine Wirbeltiere.

Großer PandaLupeGroßer Panda frisst Bambus.
Großer PandaLupePandaportrait.
Kurzportrait
Gefährdung
Beschreibung
Kurzportrait

Der Große Panda ist durch sein kontrastreiches schwarz-weißes Fell unverwechselbar. Der massige Körper, die runden Ohren und die dunklen Fellzeichnungen um Augen, Schultern und Beine sind charakteristisch. Er besitzt ein kräftiges Gebiss und einen verknöcherten sechsten „Finger“ an der Vorderpfote, der als „falscher Daumen“ bezeichnet wird und mit dem er Bambushalme greifen kann. Trotz seiner Einordnung zu den Raubtieren ernährt er sich hauptsächlich von Bambus und verbringt viele Stunden täglich mit Fressen und Ruhen. Der Bambus ist nahrungsarm, deshalb besitzen Pandas einen ungewöhnlich langen Darm und ein an die Faserkost angepasstes Verdauungssystem. Sie klettern gut und nutzen bewaldete Berghänge mit dichtem Unterwuchs.

Pandas sind zumeist einzelgängerisch und nutzen Duftmarken sowie Lautäußerungen zur Kommunikation. Die Paarungszeit liegt im Frühjahr. Nach einer Tragzeit mit Keimruhe von insgesamt etwa 100 bis 160 Tagen kommen meist ein bis zwei sehr kleine, nackte Junge zur Welt. In der Regel wird aber nur eines erfolgreich großgezogen. Die Mutter trägt und wärmt das Jungtier in einer geschützten Höhle. Der Nachwuchs bleibt bis zu 18 Monate bei der Mutter. In freier Wildbahn beträgt die Lebenserwartung 15 bis 20 Jahre, in menschlicher Obhut können sie 25 Jahre oder mehr erreichen.


Gefährdung

Der Große Panda war lange stark gefährdet, dank intensiver Schutzmaßnahmen hat sich die Situation aber leicht verbessert. Hauptbedrohungen sind Lebensraumverlust durch die Landwirtschaft und Unregelmäßigkeiten beim Bambusangebot. Schutzprogramme konzentrieren sich auf die Vernetzung von Lebensräumen, die Ausweisung großer Schutzgebiete, Wiederaufforstung und ein staatlich unterstütztes Zucht- und Auswilderungsprogramm.

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