Kurzportrait
Der Große Ameisenbär ist ein Säugetier aus der Ordnung der Zahnarme, zu denen auch die Faultiere gezählt werden. Daher ist er mit den Bären nicht verwandt, auch wenn sein Name das vermuten lassen würde. Namensgebendes Merkmal der Ordnung ist das Fehlen der Zähne.
Der Große Ameisenbär ist durch seine Größe, das dichte Fell mit der markanten schwarzen Schulterbinde und den buschigen Schwanz unverwechselbar. Mit seinem langen, röhrenförmigen Kopf und dem zahnlosen Maul hat er sich perfekt an die Nahrungssuche nach Ameisen und Termiten angepasst. Er benutzt seine kräftigen Vorderbeine mit den gebogenen Krallen, um Bauten aufzubrechen. Die bis zu 60 Zentimeter lange Zunge ist mit klebrigem Speichel bedeckt, damit kann er in kurzer Zeit Tausende der Insekten aufnehmen. Bei Gefahr steht er auf die Hinterbeine und verteidigt sich mit seinen scharfen Krallen. Die Männchen und die Weibchen kommen nur zur Paarung zusammen. Nach rund sechs Monaten bringt das Weibchen ein Junges zur Welt, danach trägt sie dieses oft monatelang auf dem Rücken. Es ist durch sein Fellmuster hervorragend getarnt.
Gefährdung
Der Große Ameisenbär ist in weiten Teilen seines Verbreitungsgebietes gefährdet, weil sein Lebensraum durch Landwirtschaft, Weidewirtschaft und Brände zerstört wird. Auch Straßenverkehr und Jagd setzten den Beständen zu. Er gilt in mehreren Regionen als bedroht, Schutzprogramme konzentrieren sich auf Verbesserung des Lebensraumes und auf die Einrichtung von Schutzgebieten.

