Kurzportrait
Bei dieser Affenart tragen die Männchen farbige Genitalien, der Hodensack ist blau gefärbt, der Penis rot. Das eher helle Fell erscheint an Händen und Füßen dunkel. Typisch sind auch die schwarze Gesichtshaut mit heller Umrandung und die schmalen, spitzen Schnauzen. Die Tiere verwenden unterschiedliche Alarmrufe für verschiedene Feinde. Sie fressen gerne Früchte und Blätter, aber auch Insekten und Würmer. Vervetmeerkatzen leben in Gruppen am Boden und auf Bäumen, dichte Wälder meiden sie. Innerhalb eine Gruppe, die bis zu 50 Mitglieder umfasst, herrscht eine strenge Rangordnung. Männchen zeigen ihre blauen Hodensäcke bei Drohgebärden. Fortpflanzung und Geburten konzentrieren sich häufig auf die Regenzeit. Die Jungtiere klammern sich zunächst am Bauch der Eltern fest und werden später in der Gruppe gepflegt und getragen. Manchmal erscheinen sie in Obstbaumplantagen oder tauchen am Rand von Siedlungen auf, was zu Konflikten führen kann. Ihre Angepassungsfähigkeit an offene Landschaften ist aber ein Vorteil für sie.
Gefährdung
Die Vervetmeerkatze gilt insgesamt als wenig gefährdet, regional können jedoch der Lebensraumverlust, Stromleitungen und Straßenverkehr sowie Konflikte um die Ernten die Bestände reduzieren. Der Schutz vernetzter Savannen- und Galeriewälder und die Aufklärung in Siedlungsgebieten tragen zum Erhalt der Art bei.

