Kurzportrait
Typisch ist das schwarze Fell und die helle Zeichnung an Schnauze, Stirn und Augen, die an eine Brille erinnert. Der Brillenbär hat wie andere Großbären einen kurzen Stummelschwanz. Jeder Fuß ist mit fünf Krallen besetzt. Im Vergleich zu einem Braunbären ist der Brillenbär deutlich kleiner. Auffällig sind die beweglichen Lippen, mit denen der Bär geschickt Früchte pflückt, sowie die kräftigen Krallen, mit denen er verholzte oder dornige Pflanzen aufbrechen kann.
Brillenbären können sehr gut klettern und bauen mitunter einfache Futterplattformen in Bäumen. Sie sind meist dämmerungs- bis nachtaktiv und suchen in Wäldern und an Waldrändern nach Nahrung. Diese besteht vor allem aus Früchten, Beeren, Nüssen, Samen und Zweigen; gelegentlich fressen sie kleine Säuger, Insekten, Vögel oder Haustiere. Die Paarung erfolgt meist im Frühjahr oder im Sommer. Nach einer verzögerten Einnistung bringt das Weibchen in der Regel ein bis zwei Jungtiere in einer geschützten Höhle oder Felsspalte zur Welt und säugt sie mehrere Monate.
Gefährdung
Der Brillenbär leidet vor allem unter der Zerstörung seines Lebensraums in den Anden durch Abholzung und Landwirtschaft. In Schutzgebieten ist er besser geschützt, dennoch bleibt die Verfolgung lokal ein Problem.

