Kurzportrait
Das zweihornige Spitzlippennashorn bewohnt die trockenen Steppen und Buschsavannen in Ost- und Südafrika. Die spitze, greiffähige Oberlippe dient als „Pinzette“ zum Abzupfen von Zweigen und Blättern. Gehör- und Geruchssinn sind gut ausgeprägt, die Augen sind eher kurzsichtig. Die Hörner werden bei Auseinandersetzungen oder zur Reviermarkierung eingesetzt. Reviere werden mit Urin, Kot und Duftstoffen aus den Duftdrüsen markiert. Erwachsene Tiere leben meist einzelgängerisch und treffen sich nur zur Paarung. Danach gehen Vater und Mutter meistens auseinander. Die Tragezeit beträgt mehr als ein Jahr. In der Regel kommt ein Junges zur Welt, das bis zu drei Jahre bei der Mutter bleibt. Die Kälber folgen der Mutter über viele Monate und suchen bei Gefahr ihre Nähe, so lernen sie Fressplätze kennen und wie man sich bei Gefahr verhält. Das Spitzlippennashorn badet und suhlt gerne wie alle Nashörner.
Gefährdung
Das Spitzlippennashorn ist durch die Wilderei wegen der Hörner und durch den Verlust des Lebensraumes mit Dornbüschen und Akazien stark bedroht. Zum Erhalt ist es notwendig, dass die Reservate durch Ranger geschützt werden. Dazu ist auch eine Aufklärung der Bevölkerung notwendig. Die Wanderkorridore müssen erhalten bleiben.

