Kurzportrait
Das Kamel unterscheidet sich vom einhöckrigen Dromedar durch seine zwei Höcker. Als Wildtier kommt es in der Wüste Gobi und in der Mongolei vor. Es frisst dornige Pflanzen und ist optimal an die Wüste angepasst. Die Füße sind mit einer Hornschwiele als Sohle besetzt. In einem der drei Vormägen befinden sich Speicherzellen für Wasser und Nährstoffe. Die Höcker stellen eine Fett- und Energiereserve dar. Die Niere vermag Wasser aus dem Harn zurückzugewinnen und dem Organismus wieder zuzuführen. Der Kreislauf kann die Körpertemperatur steigen lassen, um dem Schwitzen entgegenzuwirken. Zusätzlich schützen doppelte Wimpernreihen, verschließbare Nüstern und breite, weiche Sohlen vor Sand und Hitze, während rote Blutkörperchen in ovaler Form auch bei großen Wasserverlusten die Durchblutung sichern. Wildkamele leben meist in kleinen Gruppen; nach rund 13 Monaten Tragezeit wird ein Jungtier geboren, das der Mutter lange folgt und früh lernt, Wasserstellen zu finden.
Gefährdung
Wildlebende Bestände sind stark bedroht; Konkurrenz mit Haustieren, Brunnenentnahme, Lebensraumverlust und Jagd belasten die Populationen in der Wüste Gobi. Schutzgebiete, Überwachung und die Sicherung traditioneller Wanderwege sind für den Erhalt der Kamele unerlässlich.

