Kurzportrait
Das Flusspferd ist südlich der Sahara verbreitet und bewohnt Flussmündungen und Seen. Die Eckzähne können bis zu 60 Zentimeter lang werden. Die Nasenlöcher und Ohren lassen sich beim Tauchen verschließen, die Augen liegen hoch am Kopf und erlauben die Sicht an der Wasseroberfläche, während der Körper im Wasser ruht. Eine besondere Hautflüssigkeit wirkt wie ein natürlicher Sonnenschutz und verhindert die Austrocknung. Die Hauptnahrung des Flusspferdes besteht aus Gras. Nachts wandern die Tiere zur Nahrungsaufnahme an Land, um Gras auf festen Routen zu fressen. Unter den Männchen kommt es im Wasser immer wieder zu Revierkämpfen, bei denen die langen Eckzähne als Droh- und Waffe gezeigt werden. Mit Hilfe des „Propellerschwanzes“ wird der Kot weithin zur Reviermarkierung an Land verspritzt. Nach rund acht Monaten Tragezeit wird meist ein einzelnes Jungtier geboren, das im flachen Wasser gesäugt wird. Die Mutter gebärt ihr Junges unter Wasser. Sie hebt es danach mit ihrem Maul über Wasser.
Gefährdung
Die Bestände sind regional durch Lebensraumverlust, aufgrund von Konflikte mit den Menschen und durch Wilderei gefährdet. Für den langfristigen Erhalt sind der Schutz von Fluss- und Seenlandschaften sowie Maßnahmen gegen die Wilderei und die Sicherung der Nachtweiden nahe den Wasserstellen von Bedeutung.

