Tiger
Panthera tigris Linnaeus
bis 280 cm, max. 280 kg (Männchen)
Familie Katzen  Felidae

Klasse, Ordnung

Säuger, Raubtiere.

Englisch: Tiger.
Französisch: Tigre.

Lebensraum
Gras- und Waldland; Indien, Nepal, Bangladesch, Russland (Amur), Myanmar, Thailand, Malaysia, Indonesien (Sumatra).

Nahrung
Huftiere wie Hirsche, Wildschweine, Antilopen; gelegentlich kleinere Beute.

TigerLupeTiger: Männchen.
TigerLupeMutter, Junge.
Kurzportrait
Gefährdung
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Beschreibung
Kurzportrait

Der in Asien verbreitete Tiger ist die größte Katze aller Katzenarten. Der im Osten Russlands an der Pazifikküste lebende Sibirische Tiger oder Amurtiger ist die größte Unterart. Das Streifenmuster und die Fellfärbung variieren je nach Unterart und Lebensraum. Die Zeichnung dient der Tarnung im Wechsel von Licht und Schatten. Der Tiger lebt im Gegensatz zum Löwen als Einzelgänger. Die bis zu 100 Quadratkilometer großen Reviere werden mit Duftnoten markiert. Nach dem Anschleichen der Beute wird diese mit sehr schnellen Sätzen verfolgt. Das Töten erfolgt durch einen Biss in den Hals. Pro Tag frisst ein Tiger 15 bis 18 Kilogramm Fleisch. Ausdauer, kraftvolle Hinterläufe und ein ausgezeichnetes Gehör machen ihn zu einem erfolgreichen Nachtjäger, während seine Schwimmfähigkeit ihm den Zugang zu Auen- und Sumpfgebieten eröffnet.

Das paarungsbereite Weibchen lockt ein Männchen mit Duftmarken an. Die zahlreichen Paarungsversuche erfolgen in der Regel nur innerhalb von zwei Tagen. Danach reagiert das Weibchen aggressiv und beide gehen wieder eigene Wege. Nach drei bis vier Monaten Tragzeit kommen meist zwei bis drei Junge zur Welt, die der Mutter mehrere Monate folgen und jagdliche Techniken spielerisch erlernen. Die Lebenserwartung in freier Wildbahn beträgt zehn bis fünfzehn Jahre, in Gefangenschaft können Tiger auch 25 Jahre alt werden.


Gefährdung

Die meisten noch lebenden Tiger sind in ihrem Bestand stark bedroht. Die Bedrohungen entstehen durch Lebensraumverlust, Beutetiermangel und illegale Jagd; die Knochen und das Fell sind bei den Wilderern begehrt. Zur Erhaltung der Art ist es notwendig, dass Schutzgebiete untereinander vernetzt werden und Wanderkorridore erhalten bleiben. Die Gebiete müssen durch Ranger überwacht werden, so dass Wilderer keine Chance haben. Entsprechende Programme in Indien, Nepal und im Osten Russlands zeigen, dass sich Bestände erholen können, wenn die Lebensräume gesichert sind.

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