Kurzportrait
Die in den Urwäldern Afrikas lebenden Schimpansen sind mit dem Menschen verwandt. Schimpansen zeigen Freude, Trauer, Neugier, Furcht oder Wut und entwickeln ein Gemeinschaftsleben. Das gegenseitige „Lausen“ ist ein Ritual, das soziale Bindungen schafft. Es existieren Clans und Familien. Die Weibchen ziehen ihre Jungen groß, bis sie sich nach fünf bis sechs Jahren allmählich von der Mutter ablösen. Die Verständigung erfolgt durch Rufen, Berührung oder Gesten. Die Schimpansen sind Allesfresser und verwenden Stöcke und Äste als Werkzeuge zum Stochern oder Schlagen.
Jane Goodall (1934–2025) dokumentierte in den 1960er-Jahren im Gombe-Stream-Nationalpark in Tansania erstmals systematisch den Werkzeuggebrauch, die Jagd in Gruppen und die komplexe Sozialstruktur wild lebender Schimpansen. Sie zeigte, dass die Individuen traditionell verankerte Verhaltensweisen weitergeben, was als kulturelles Lernen zu bewerten ist. Ihre Langzeitforschung veränderte grundlegend das Verständnis von Intelligenz, Empathie und Kommunikation bei Primaten und begründete weltweite Schutzprojekte für Menschenaffen.
Gefährdung
Schimpansen sind durch Lebensraumverlust, Jagd und Krankheiten stark bedroht. Nationalparks, Schutzkorridore und Aufklärungsarbeit bei der lokalen Bevölkerung sind entscheidend. Internationale Programme – zum Beispiel . durch das Jane Goodall Institute – unterstützen Maßnahmen gegen die Wilderei, zur Wiederaufforstung und die Zusammenarbeit mit Gemeinden.

