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Zwergschwan
Lateinisch: Cygnus bewickii 
Englisch: Bewicks Swan 
Französisch: Cygne des Bewick 
 
Klasse: Vögel 
Ordnung: Gänsevögel 
Familie: Entenvögel
Größe: bis 127 cm 
Lebensraum: Seen in der Tundra
Der Zwergschwan ist kleiner als der sehr ähnliche Singschwan, sein Hals ist dicker und kürzer. Das Gelb im Schnabel ist nicht so keilförmig vom Schwarz abgegrenzt, der gelbe Fleck an der Schnabelbasis ist kleiner und rundlicher. Das Gefieder ist reinweiß, die Beine sind schwarz. Zwergschwäne sind sogar noch singfreudiger als Singschwäne. Der Ruf ist ein hohes, flötendes „Kjoh“, das sich vom trompetenartigen Ruf des Singschwans unterscheidet. Während dem Flug in der Gruppe ist dieser Ruf häufig zu vernehmen. Die Flügelspannweite beträgt 170 bis 195 Zentimeter, das Gewicht 5,5 bis 6,5 Kilogramm.

Zwergschwäne brüten in der arktischen Zone oder in der Tundra Russlands und kommen nur im Winter als Zuggäste nach Europa. Dann sieht man sie an den Küsten Großbritanniens, Hollands und Norddeutschlands. Während dieses Aufenthalts ernähren sie sich von Wurzeln und Wurzelhaaren, die sie an Land oder im Wasser abweiden. Sie fressen aber auch gerne die junge Getreidesaat, sowie Gras und Klee. Beim Brüten in der nördlichen Tundra suchen sie kleine Gewässer in den Sumpfgebieten nahe am Wasser auf und bauen einen Haufen aus Grashalmen und Moos. Ein Gelege umfasst drei bis sieben Eier. Das Weibchen brütet hauptsächlich, während das Männchen das Revier verteidigt. Die Brutdauer beträgt rund 30 Tage. Nach dem Schlüpfen führen die Eltern die Jungen ins Wasser und betreuen sie bis in den Herbst. Dann fliegen die Vögel in die Winterquartiere.

Natürliche Feinde sind selten, doch Küken können von Raubvögeln oder Füchsen erbeutet werden. Bedrohungen entstehen durch Lebensraumverlust in den Rastgebieten, durch Bejagung und durch Kollisionen mit Stromleitungen. Die Art gilt in Europa als gefährdet, internationale Schutzabkommen haben jedoch die Bestände stabilisiert.

Copyright: Thomas Seilnacht