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Temminckstrandläufer
Lateinisch: Calidris temminckii
Englisch: Temminck's Stint 
Französisch: Bécasseau de Temminck
  
Klasse: Vögel 
Ordnung: Wat-, Alken- und Möwenvögel 
Familie: Schnepfenverwandte

Größe: bis 16 cm 
Lebensraum: sandige Ufer, Schlick
Der Temminckstrandläufer ist etwa so groß wie ein Zwergstrandläufer, er hat aber im Vergleich zu diesem gelbe oder gelbbraune Beine. Die Beine sind kürzer, die Flügel sind länger. Der Schnabel ist fast gerade, aber ganz leicht nach unten gebogen, der Bauch ist weiß. Der Kopf, die Oberseite und die Brust sind braun. Die Oberseite erscheint im Prachtkleid etwas brauner und kontrastreicher als im Schlichtkleid. Die Männchen unternehmen zur Balzzeit und auch zur Warnung Singflüge, oder sie singen trillernd auf einem Strauch.

Zur Nahrungssuche gehen die Temminckstrandläufer gerne in den weichen Schlick, wo sie nach Krebsen, Würmern, Schnecken und kleinen Insekten suchen. Sie brüten in der Tundra und bevorzugen die Ufernähe von Seen und Flüssen. Ihr Brutgebiet liegt in Schottland, Skandinavien und Sibirien. Zur Tarnung des Nestes dienen kleine Sträucher oder Bodenbewuchs. Es werden zwei Nester gebaut, das erste wird vom Männchen, das zweite vom Weibchen bebrütet. Die Jungvögel werden vom jeweiligen Elternteil gefüttert und herangezogen.

Ab Mitte bis Ende Juli verlassen die Vögel ihr Brutgebiet und ziehen südwärts. Die in Nordeuropa brütenden Individuen verbringen den Winter an der Mittelmeerküste oder sogar südlich der Sahara. Auch an der westafrikanischen Küste und auf den Kanarischen Inseln kann man sie im Winter beobachten.
Copyright: Thomas Seilnacht