Ein Sterntaucher lässt sich im Prachtkleid an dem rostroten Kehlfleck erkennen. Der Schnabel ist leicht nach oben gebogen. Die grauweiße Längsstreifung zieht sich über den Hinterkopf, die rot leuchtenden Augen stechen aus dem ansonsten grauen Kopf hervor. Männchen und Weibchen sind kaum voneinander zu unterscheiden. Das Männchen ruft ein „Arro-arro“, das Weibchen zieht diesen Laut mehr in die Länge. Ein Sterntaucher ist weniger scheu als ein
Prachttaucher.
Der Sterntaucher ist nicht so scheu wie die anderen Seetaucher und brütet an kleineren Seen, wo er nach Fischen jagt. Gelangen Eindringlinge in das Brutrevier, schwimmen die Sterntaucher diesen entgegen und drohen ihnen mit dem roten Kehlfleck. Einige wenige Paare bilden zusammen eine Brutkolonie, das Nest liegt gut versteckt am Ufer in einer Bodenmulde, die mit festgestampftem Moos oder Halmen ausgekleidet ist. Es wird vom Männchen und vom Weibchen in Partnerarbeit gebaut. Das Gelege enthält meistens zwei Eier, manchmal ist nur ein Ei vorhanden, eher selten sind es drei. Am Brüten beteiligen sich beide Geschlechter, das Weibchen übernimmt aber den aktiveren Part. Nach rund vier Wochen schlüpfen die Jungen. Diese können zwar sofort schwimmen und tauchen, aber nicht selbständig fressen. Sie werden von beiden Eltern vier bis sechs Wochen lang gefüttert. Sobald die Jungen flügge sind, verlässt die Familie den Brutplatz.
Im Gegensatz zum
Eistaucher kommt der Sterntaucher auch in südlicheren und östlicheren Gegenden Nordeuropas vor. So findet man den Sterntaucher nicht nur in Island, sondern auch in Schottland oder in Norwegen. Im Winter erscheint er manchmal als Wintergast oder auf dem Durchzug an der Nord- und Ostseeküste.