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Marmelente
Lateinisch: Marmaronetta angustirostis 
Englisch: Marbled Teal 
Französisch: Sarcelle marbrée 
 
Klasse: Vögel 
Ordnung: Entenvögel 
Familie: Entenverwandte 
Unterfamilie: Enten 
Größe: bis 42 cm 
Lebensraum: kleine Seen mit Vegetation
Die Marmelente hat einen schmalen, dunklen Schnabel, das graubraune bis hellbraune Gefieder ist getupft, um das Auge ist ein typischer, dunkler Fleck. Am Hinterkopf befindet sich ansatzweise ein Federschopf. Männchen und Weibchen sind nur schwer voneinander auseinanderzuhalten, auch ein typisches Prachtkleid tritt nicht auf. Insgesamt ist das Weibchen etwas kleiner als das Männchen. Es hat am Grund des oberen Schnabels eine leicht olivgrüne Färbung.
Man findet europäische Marmelenten nur noch in Andalusien, in der Camargue oder auf den Kanarischen Inseln. In Zentralasien kommen sie ebenfalls noch vor. Früher war die Enten in den Ländern des Mittelmeeres weit verbreitet, heute sind ihre Bestände stark zurückgegangen. Die wärmeliebenden Marmelenten mögen gerne Seen und Tümpel mit viel Vegetation. Aber auch feuchte Senken mit Bewuchs in Halbwüsten werden aufgesucht. Marmelenten gründeln oder tauchen zur Nahrungssuche. Sie ernähren sich von Wasserinsekten und Schnecken, auch pflanzliche Nahrung wird gelegentlich aufgenommen. Die Paare bilden sich bereits im Winter, die Brutzeit beginnt aber erst Ende Mai. Zur Brut bilden sich kleinere Kolonien. Das Bodennest findet sich stets in Wassernähe in dichtem Bewuchs. Es wird mit Gräsern und Dunen ausgekleidet. Das Weibchen legt durchschnittlich neun bis dreizehn Eier. Das Brüten und die Aufzucht der Jungen erfolgt alleine durch das Weibchen. Die Erpel schließen sich währenddessen mit anderen Männchen zusammen und bilden lockere Trupps, die umherziehen.
Copyright: Thomas Seilnacht