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Löffelente
Lateinisch: Anas clypeata 
Englisch: Shoveler 
Französisch: Canard souchet 
 
Klasse: Vögel 
Ordnung: Entenvögel 
Familie: Entenverwandte 
Unterfamilie: Enten 
Größe: bis 52 cm 
Lebensraum: flache, bewachsene Seen
Das Männchen der Löffelente hat im Prachtkleid einen grün schimmernden Kopf einen rostroten Bauch, der an der Brust in ein helles Weiß übergeht, die Flügel zeigen weiße Ränder. Das markanteste Merkmal beider Geschlechter ist der riesige Löffelschnabel. Daran lässt sich die weibliche Löffelente auch gut von der Stockente unterscheiden.
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Männchen (links) und Weibchen (rechts)
Löffelenten durchschnattern mit ihrem Schnabel die Wasseroberfläche. Dabei filtrieren sie Planktonlebewesen wie Algen, Schnecken, Krebse und Insektenlarven aus dem Wasser. Die Kiefernhälften des Schnabels sind mit kammartigen Lamellen bestückt. Mit Hilfe der Zunge drücken die Löffelenten das Wasser aus dem Schnabel. Dies alles funktioniert so routiniert und schnell, dass man die Einzelvorgänge gar nicht wahrnehmen kann. Die Filterwirkung ist sehr effektiv, Löffelenten können pro Tag Nahrung von bis zu einem Zehntel ihres Gewichts aufnehmen. Oft frisst ein Trupp Löffelenten gleichzeitig an einer Stelle. Dies ist von Vorteil, da die Enten dann mehr Schlamm aufwirbeln. Das Nest wird vom Weibchen gebaut, es liegt auf einer kleinen Insel oder gut versteckt in der Ufervegetation. Das Männchen verteidigt den Brutplatz vehement, es richtet den Kopf nach oben und zeigt mit dem Schnabel eine Drohgebärde, um Eindringlinge zu verteidigen. Die Paare sind sich relativ treu, allerdings bleibt das Männchen nur bis zu Eiablage am Brutplatz. Löffelenten sind ausgeprägte Zugvögel, die meisten von ihnen überwintern im Mittelmeerraum. Aber auch auf den Seen in der Schweiz, beispielsweise am Greifensee, kann man im Winter oder zur Zugzeit große Trupps beobachten.
Copyright: Thomas Seilnacht