Die Gryllteiste kann man im Prachtkleid an dem schwarzen Gefieder und von hinten an dem propellerartigen, weißen Fleck am Rücken erkennen. Die Füße und der Schlund sind leuchtend rot gefärbt. Der Alk ist kleiner als eine
Trottellumme und findet sich meist direkt am Wasser, oft als Einzelgänger. Das Männchen ruft ein hohes „Ssie“, das an eine Grille erinnert. Im Schlichtkleid erscheint das Gefieder sehr hell und enthält viele weiße Stellen.
Gryllteisten findet man bei Flut meist in Wassernähe auf Felsblöcken oder auf Seetang sitzend. Bei Ebbe suchen sie im Watt oder im seichten Wasser nach Nahrung. Beim Schwimmen halten sie manchmal den Kopf und die Augen unter Wasser. Sie tauchen meistens nicht tiefer als zehn Meter und bleiben 30 bis 50 Sekunden unter Wasser. Zur Nahrung zählen Meereswürmer, Fische und Krebse. Gryllteisten fliegen besser als die Trottellummen. Sie können in größerer Höhe fliegen oder auch dicht über dem Wasser.


Ein Pärchen ist oft viele Jahre zusammen. Die Paarung findet direkt am Schluss an die Balzzeremonie statt. Das Weibchen legt ab Anfang Mai bis Mitte Juni meistens zwei Eier in eine Felsspalte. Die länglich ovalen Ei haben eine weiße bis leicht grünliche oder bräunliche Grundfarbe und vereinzelte, mitunter auch große, braune Flecken. Sie sind im Schnitt 5,8 Zentimeter lang. Die Brutdauer beträgt vier bis fünf Wochen. Das Weibchen brütet in der Regel am Tag, das Männchen in der Nacht. Beide Eltern ziehen die Jungen groß. Beim Füttern der Jungen tragen Gryllteisten wie die
Papageitaucher manchmal die Fische quer im Schnabel. Die Nahrung wird in bis zu zehn Kilometer Umkreis gesucht. Nach etwa sechs Wochen fliegen die Jungen aus, ohne dass sich die Eltern danach noch darum kümmern müssen. Selbst im Winter ziehen die Gryllteisten nicht weit weg von ihrem Brutgebiet.