Bild vergrößern!
Graureiher, Fischreiher
Lateinisch: Ardea cinerea 
Englisch: Grey Heron 
Französisch: Héron cendré 
 
Klasse: Vögel 
Ordnung: Reiher 
Familie: Reiher

Größe: bis 100 cm
Lebensraum: Auwälder, Flussränder
Das graue Gefieder, der schwarze Augenstreif mit den verlängerten Schmuckfedern und der orangegelbe Schnabel sind unverwechselbare Kennzeichen des Graureihers. Im Gegensatz zu den Störchen oder zum Löffler fliegt er mit eingezogenem Hals. Jungvögel haben keinen schwarzen Augenstreif, sondern eine dunkle Kopfkappe. Der Graureiher kann laut krächzen, während der Brutzeit sind auch gackernde Laute zu vernehmen.
Bild vergrößern!

Graureiher beim Fischen: Erfassen des Fisches und Wurf in den Schlund
Der Graureiher ist der häufigste Reiher in Mitteleuropa. Die Vögel leben in Feuchtgebieten aller Art, und selbst mitten in der Stadt findet man sie auf Teichen oder in Parks. Bei der Jagd stehen sie regungslos mit gestrecktem Hals am Gewässerrand und spähen nach ihrer Beute. Haben sie einen Fisch erblickt, stoßen sie blitzschnell zu. Dabei werden die Fische aufgespießt oder mit dem Schnabel erfasst und dann durch einen geschickten Wurf in den Schlund befördert. Auch Frösche, Kröten und Maulwürfe stehen auf dem Speiseplan. Manchmal kommen sie zu Fütterungsstellen in Tierparks und stehlen Pinguinen oder anderen Vögeln die Nahrung. Graureiher bauen ihre Nester in Baumkronen und beginnen mit dem Brüten schon im Februar. Die Horste werden locker aus Zweigen und Ästen angelegt und im Lauf der Jahre immer besser befestigt. Die Jungen werden von beiden Eltern gefüttert. Erst nach 50 Tagen sind sie flügge.
Copyright: Thomas Seilnacht